Smart-Trainer, die ein Garmin-Radcomputer steuern kann
31 der 33 Trainer in unserer Datenbank sprechen ANT+ FE-C — das offene Profil, mit dem ein Garmin Edge den Widerstand setzt und nicht nur ausliest. Einfaches ANT+ ist etwas anderes: Es sendet Leistungswerte nach außen und nimmt nichts entgegen, ein Trainer mit nur ANT+ lässt sich also auf dem Radcomputer anzeigen, aber nie von ihm steuern. Zwei Trainer hier haben überhaupt kein ANT+-Funkmodul, womit ein Garmin ausscheidet, was sie sonst auch können: der Van Rysel D100 und der Elite Rivo. Weitere 7 haben WLAN und erreichen die App ohne Handy, Brücke oder Dongle dazwischen.
Senden ist nicht Steuern
Zwei Einträge im Datenblatt sehen fast gleich aus und tun das Gegenteil. ANT+ sendet Zahlen hinaus — Leistung, Trittfrequenz, Geschwindigkeit — damit eine Uhr oder ein Radcomputer die Fahrt aufzeichnen kann. ANT+ FE-C ist der Steuerkanal: Er erlaubt dem anderen Gerät, dem Trainer den Widerstand vorzugeben. Alles, was man von einem Smart-Trainer eigentlich will, hängt am zweiten — ein Garmin, der ein strukturiertes Training fährt, eine Strecke, die unter dir die Steigung ändert, ERG, das eine Wattvorgabe hält, während du schaltest. Ein Trainer mit ANT+ ohne FE-C erscheint auf deinem Edge und ignoriert jede Anweisung. Bluetooth hat ein eigenes Steuerprofil, das manche Trainer stattdessen nutzen; unsere Daten erfassen noch nicht, welche — diese Seite klärt also die ANT+-Seite, und genau die nutzt ein Garmin.
Die Trainer ohne ANT+ FE-C
Bei 2 der 33 ist kein ANT+ FE-C erfasst. Wo die Auslassung mit einer Quelle belegt ist, sagt die Tabelle es klar; wo nicht, steht dort unbestätigt statt einer Vermutung — ein fehlendes Funkmodul und eine fehlende Zeile sehen in einer Spezifikationsliste gleich aus:
| Trainer | Erfasste Funkmodule | Von Garmin steuerbar |
|---|---|---|
| Van Rysel D100 | Bluetooth | Nein — kein ANT+ |
| Elite Rivo | Bluetooth, Wi-Fi | Nein — kein ANT+ |
Was das für den ERG-Modus bedeutet
ERG hält eine Wattvorgabe unabhängig von Gang und Trittfrequenz, das heißt: Etwas außerhalb des Trainers setzt laufend den Widerstand. Dafür braucht es einen Steuerkanal — ein Trainer, der nur sendet, kann es über ANT+ gar nicht. Die Grenze danach ist physisch, nicht digital: Der Trainer kann keine Vorgabe halten, die er nicht erzeugen kann, und er hält sie nur so genau, wie seine Leistungsmessung erlaubt. Beide Werte stehen auf jeder Trainer-Seite und schwanken stärker als das Marketing nahelegt — die Messgenauigkeit reicht in der Datenbank von ±1 % bis ±5 %, ein Faktor fünf.
WLAN: die neuere Antwort
7 Trainer haben ein WLAN-Modul. Das umgeht die Frage eher, als sie zu beantworten: Statt eines Protokolls zwischen Trainer und einem Gerät nebenan geht der Trainer ins Netzwerk und spricht direkt mit der App — kein Handy als Brücke, kein Dongle am Rechner. Über Entfernung ist das zuverlässiger, und es ist der Grund, warum manche neuen Trainer ganz ohne ANT+ auskommen wollen. Für den Radcomputer am Lenker bringt es nichts: Der bleibt ein ANT+-Gerät.
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